Torben Schultz

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zum Rathaus Neubau

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Wenn es mal wieder heißt, dass die Stadt kein Geld hat:
161 Millionen für das Rathaus geht immer ;-)

Allerdings müssen wir die Kosten schon differenziert betrachten und so hatte DIE LINKE. Mönchengladbach zugestimmt, die Planungen an zu gehen. Wie weit wir nach den nun vorliegenden Fakten aber noch den nächsten, endgültigen Schritt mitgehen muss sich noch entscheiden. Auf den ersten Blick erscheinen mir die Kosten zu hoch und die städtischen Angestellten nicht genug eingebunden.

Stellen wir erstmal klar, dass es bei "Rathaus Neubau" NICHT um den Bau eines repräsentativen Bau für Stadtrat und Verwaltungsspitze geht. Es geht um das zentrale Gebäude für Bürgerservice und um die Arbeitsplätze von um die 2000 städtischer Mitarbeitenden.

Derzeit sind diese übers Stadtgebiet verstreut in oftmals maroden Gebäuden. Sprich der Neubau erspart die vielen kleinen, aber doch teuren, Sanierungen. Es sollten die Wege zwischen den Abteilungen verkürzt werden und so die Zusammenarbeit verbessert werden. Und jeder einzelne Arbeitsplätz sollte endlich vernünftig Ausgestattet sein, denn gute Arbeitsbedingungen sind wir den Menschen schuldig!

Doch an der Stelle kommen mir nun Zweifel auf. Nicht alle Mitarbeiter*innen scheinen glücklich. Angestrebt wird nämlich "Desk Sharing", also da nicht jede*r zeitgleich seinen Platz benötigt, werden nur etwa 75% der Arbeitsplätze geschaffen. Ein Modell was seit "Google" als hip gilt und sicher für manche und manches auch sinnvoll ist. ABER halt nicht für alles!

Wenn sich also die Arbeitsbedingungen durch den Neubau nicht wirklich im Interesse aller Beschäftigten verbessern, dann ist der Grund für die Linke Zustimmung dahin.

Weiter ist festzustellen, dass z.B. Venlo deutlich günstiger gebaut hat. Sicher hatte Venlo die Chance komplett neu zu Bauen. Dagegen muss MG Denkmalschutz beachten, bestehende Gebäude einbinden und Stück für Stück in mindestens 3 Etappen bauen, da der Betrieb weiter laufen muss. Aber ob das diesen Preis rechtfertigt?

Natürlich ist der Rathaus Neubau auch für die Entwicklung der Rheydter Innenstadt ein wichtiger Bestandteil. So würden viele Beschäftigte das Zentrum beleben und so dem Leerstand entgegen wirken. Deswegen darf das Projekt nicht überhastet abgebrochen werden.

ABER bei diesen Zahlen MUSS es auf den Prüfstand!
UND wenn so viel Geld in die Hand genommen wird, dann MÜSSEN die Arbeitsbedingungen am Ende perfekt für ALLE werden. Sonst würde ich wohl sagen: "Lieber gar nicht bauen, als schlecht&teuer bauen!" :D

Hier der erste Artikel zum Thema in der RP. Da die Unterlagen zeitgleich veröffentlicht wurden, kann ich mich nur darauf beziehen. Die Groko scheint da mal wieder einen Wissensvorsprung zu haben:
https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach-neubau-eines-rathauses-fuer-161-millionen-euro_aid-34781359

 

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Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht.

Ulrike Meinhof am 11. April 1968

Anmerkung: Der Ausspruch stammt aus einem Zusammenhang, der auch kritisch hinterfragt werden muss!