Torben Schultz

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Sachstand: 6. Gesamtschule

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Auf die schnelle: Natürlich war heute auf der Linken Fraktionssitzung auch die "6. Gesamtschule" ein Thema. Also jenes "Ding" wo die Gesamtschule erstmal so gar nichts mit zu tun hat. Es ist der Sanierungsstau, der die Kosten jetzt plötzlich in die Höhe treibt. Aber im Rat der Stadt wird es eben nun anders diskutiert und in der Öffentlichkeit auch. Nun geht es eben so "auf die schnelle auch gar nicht darum ... googelt danach oder fragt nach.

Aber es geht eben jetzt darum, dass heute so gerade rechtzeitig zu den Beratungen in den Fraktionen die Verwaltung ein Papier vorgelegt hat, dass auch der derzeitigen Beschlusslage entspricht: Prüfen von Alternativen zu einem teuren Neubau.

Und dies Papier ist in kürze der Zeit auch sicher nicht schlecht, nur wie wird es bewertet?

Darum gab es in unser Fraktion wenig uneinigkeit, auch nicht bezüglich der Konsequenzen daraus. Aber ja, ich war "not amused", weil die Begründung des weiteren Handelns eine andere sein sollte ... für mich! Nun sind Linke Fraktionssitzungen Öffentlich und so waren auch heute wieder Gäste anwesend. So soll es sein!

Und so wurde ich gebeten, dass Papier der Verwaltung mal schnell online zu stellen, und das tue ich hiermit gerne! Ich glaube nicht, dass es schon irgendwo abrufbar ist. Aber ich bin mir auch sicher, dass es ohne Vermerk rum ging. Es ist also eigendlich öffentlich, nur nicht abrufbar ;-)

Also bekommt ihr hier drunter ganz ganz blöd mit copy&paste den Inhalt! Beschwert euch nicht, dass es dann im Web Scheiße aussieht! Ihr wollt transparenz, ihr bekommt sie. Wenn ihr Design wollt, dann ruft nicht nach Inhalten!

Das einzige, was ich eben noch kurz anreißen - aber nicht ausdiskutieren - will: Worauf will ich das Augenmerk richten? Das eben alle geprüften Standorte einen imensen Sanierungsbedarf haben. Schön, dass wir das als Politiker mal so nebenbei erfahren :(

Oder anders: Alles was jetzt an Sanierung für die 6. Gesamtschule finanziell nicht möglich ist,steht ja trotzdem an. Oder wir warten eben bis wir keine Schulen mehr brauchen. Wollt ihr das? Da plakatierten Piraten mal: Keine Bildung ist viel zu teuer!

Jetzt schweigen die Piraten :(

Jetzt schweigen aber auch alle anderen! :(

Jetzt schweigen auch Linke? Ich hoffe nicht!

Und das war jetzt echt die Kurzfassung! Es ist spät und mehr sag ich jetzt mal lieber nicht. Meine Partei ist noch auf dem richtigen Weg und andere Parteien sind es auch. Nur warum spricht es niemand klar aus?

Und es gäb noch viel mehr zu sagen! Aber jetzt bekommt ihr erstmal das Papier der Verwaltung. Und macht Euch eure eigenen Gedanken!


IV/40                                            11. November 2013
                                            Fi/Du – 3600

Gesamtschule Stadtmitte;
Prüfauftrag des Schul- und Bildungsausschusses vom 06.11.2013

Sachstand


Gemäß bisher geltender Beschlusslage sind die Klassen 8 bis 13 der Gesamtschule Stadtmitte am Schulstandort Aachener Str. 52 unterzubringen. Da dort Sanierungskosten in einer Höhe von mehr als 8 Mio. € anfallen würden, ist dieser Beschluss schwer umzusetzen. Daher sind Alternativen zu entwickeln.


Der von der Verwaltung im Zusammenhang mit der 1. Ergänzungsliste zum Haushalt vorgeschlagene Weg der Errichtung eines Neubaus für die Klassen 8 bis 10 am Standort Aachener Str. 179 würde dazu führen, dass die gesamte Sekundarstufe I der Gesamtschule Stadtmitte an diesem Standort untergebracht werden könnte. Es würden allerdings Investitionskosten in einer Höhe von 12 Mio. € anfallen, und es gäbe auch noch keine Lösung für die Unterbringung der Sekundarstufe II.


Lösungsvarianten


Vor diesem Hintergrund hat der Schul- und Bildungsausschuss die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob sich nicht doch noch Lösungen finden lassen, bei denen auf bestehende Schulgebäude zurückgegriffen wird, wobei vorgegeben ist, dass keine Schule in ihrem Bestand gefährdet werden soll. Im Umfeld der Gesamtschule Stadtmitte sind folgende Gebäude zu betrachten:


  1. Gebäude Knopsstr. 47


Das Gebäude besteht im Wesentlichen aus acht Klassenräumen und hat keine Fachräume. Als Teilstandort der Gesamtschule ist es auf Grund seiner geringen Größe nicht geeignet. Würde man es nutzen wollen, müssten neben der Aachener Str. 179 und der Knopsstr. noch weitere Teilstandorte gebildet werden. Weiterhin ist das Gebäude auf Grund seines baulichen Zustandes und großer statischer Probleme für eine öffentliche Nutzung abgängig.


  1. Gebäude Hehner Str. 54 (ehemals KGS Waldhausener Höhe)


Das Gebäude besteht aus acht Klassenräumen und einem Mehrzweckraum im Keller. Fachräume sind nicht vorhanden. Als Teilstandort der Gesamtschule ist es aus den gleichen Gründen nicht sinnvoll zu nutzen, wie das Gebäude Knopsstr. 49. Darüber hinaus bestehen für eine schulische Nutzung gravierende Sanierungsnotwendigkeiten, deren Kosten sich auf annähernd eine halbe Million € belaufen. Anders als das Gebäude Knopsstr. ist das Gebäude Hehner Str. 54 allerdings wenigstens ein theoretischer Standort für eine Zwischennutzung.


  1. Gebäude Regentenstr. 137 d (ehemalige Gemeinschaftshauptschule Eicken)


Das Gebäude steht ab Sommer 2014 leer und bietet vom Raumprogramm her Platz für eine zweizügige Schule der Sekundarstufe I. Alle dafür benötigten Klassen- und Fachräume sind vorhanden. Für die Gesamtschule ist das Gebäude damit nicht zu nutzen, denn auf Grund seiner zu geringen Größe würde es dazu führen, dass die Gesamtschule mit ihren vier Zügen in der Sekundarstufe I und ihren zwei Zügen in der Sekundarstufe II wiederum an drei Standorten untergebracht werden müsste. Im Übrigen bestehen im Gebäude erhebliche Sanierungsnotwendigkeiten (insbesondere auch im Bereich Brandschutz).




  1. Gymnasium Am Geroweiher und Stift. Humanistisches Gymnasium


Mit der auch in der Schulentwicklungsplanung prognostizierten stabilen Dreizügigkeit füllen beide Systeme ihre Gebäude aus. Damit kämen sie als Standort für die Gesamtschule nur in Frage, wenn man sie auflösen würde.


  1. Geschwister-Scholl-Realschule


Die Geschwister-Scholl-Realschule ist zurzeit an den beiden Standorten Karl-Fegers-Str. 85 und Dülkener Str. 85 untergebracht. Die beiden Standorte bieten Platz für eine vierzügige Entwicklung der Schule. Gemäß den aktuellen Anmeldezahlen und auch gemäß der Prognose in der Schulentwicklungsplanung entwickelt sich die Schule zurzeit und auch mittelfristig zwei- bis dreizügig.


Als Standort für die Gesamtschule Stadtmitte kommen die Einheiten Karl-Fegers-Str. 85 und Dülkener Str. 85 dann in Frage, wenn an beiden Orten An- bzw. Ergänzungsbauten errichtet würden. Im Endzustand könnte die Sekundarstufe I dann an der Karl-Fegers-Str. untergebracht werden, die Sekundarstufe II an der Dülkener Str. An der Karl-Fegers-Str. würde ein Neubau von etwa 1600 m2 Nutzfläche benötigt. Er enthielte ein Forum/Aula, eine Bibliothek/Mediothek, einen Freizeitbereich, einen Aufenthaltsbereich, eine Mensa mit Küche, sechs bis acht Unterrichtsräume und einige weitere Nebenräume. Die grob geschätzten Baukosten für einen solchen Neubau belaufen sich auf etwa 4,8 Mio. €. Am Standort Dülkener Str. müsste ein Neubau von etwa 420 m2 Nutzfläche errichtet werden. Er enthielte drei Unterrichtsräume und einen Freizeitbereich mit Cafeteria. Hier können die Kosten grob auf 1,3 Mio. € geschätzt werden. Darin sind Interimslösungen für die Bauzeit und andere schulorganisatorische Maßnahmen nicht enthalten. Diese und weitere plan- und bauordnungsrechtliche Fragen sind bei der notwendigen Planung und Qualifizierung der Kostenschätzung noch zu klären.


Darüber hinaus muss noch geprüft werden, ob weitere Kosten anfallen. Die Schulverwaltung geht insbesondere für den Standort Karl-Fegers-Str. davon aus, dass es hier nur geringe Sanierungsnotwendigkeiten gibt, denn die Gebäude sind entweder neu oder vor einigen Jahren generalsaniert worden. Im Bereich Brandschutz sind nach Auskunft der Fachverwaltung Mängel vorhanden, die lediglich mittelfristig toleriert werden aber jedenfalls zu beseitigen sind. Obwohl seitens der Schulverwaltung keine wesentlichen Nutzungsänderungen vorgesehen sind, ist nicht auszuschließen, dass die Bauaufsicht für den Gesamtstandort (unter Einbeziehung der Bestandsgebäude) ein gesamtheitliches Brandschutzkonzept mit daraus resultierenden Maßnahmen fordern wird. Schließlich werden an einigen Stellen Klassenräume in „Lehrerstützpunkte“ aufzuteilen sein, so dass in einem überschaubaren Maß auch Umbauten im Inneren stattfinden müssten. Die Einzelheiten hierzu müssen noch entwickelt werden.


Am Standort Dülkener Str. gibt es brandschutztechnische Mängel unter Zugrundelegung der bisherigen Nutzung. Es ist auch hier nicht auszuschließen, dass ein ganzheitliches Brandschutzkonzept gefordert werden wird. Ob es darüber hinaus gehende Sanierungsnotwendigkeiten gibt, muss noch erhoben werden.


  1. Standort Aachener Str. 179


Die Gebäude sind im Zusammenhang mit der Errichtung der Gesamtschule Stadtmitte saniert worden. Hier haben zurzeit die Klassen 5 bis 7 der Gesamtschule ihren Platz. Sollte die Gesamtschule an die bisherigen Standorte der Geschwister-Scholl-Realschule verlagert werden, müsste die Geschwister-Scholl-Realschule an die Aachener Str. 179 wechseln. Die theoretisch denkbare Alternative Regentenstr. 137 d ist abwegig, denn das Gebäude müsste mit erheblichem Aufwand saniert werden, während die Aachener Str. 179 bereits saniert ist.


An der Aachener Str. 179 kann die Realschule ohne Anbauten nur dann untergebracht werden, wenn sie in ihrer Entwicklung auf zwei Züge beschränkt wird. Eine solche Beschränkung liegt knapp unter der prognostizierten Zwei- bis Dreizügigkeit, die der Schulentwicklungsplan erwartet. Allerdings verfügt die Realschule Volksgarten über Raumkapazitäten und könnte zusätzlich Kinder aufnehmen. Bei einer Beschränkung auf eine Zweizügigkeit kann die Realschule ohne weitere Investitionen am Standort Aachener Str. 179 untergebracht werden. Empfehlenswert wäre allerdings die Qualifizierung der Schulsporthalle hin zu einer Mehrzweckhalle, damit die Schule auch über Räumlichkeiten für Schulversammlungen und Feierlichkeiten verfügt. Hierbei würden voraussichtlich Kosten in einer Größenordnung von 100.000 € anfallen.


Einrichtungskosten


Für die beiden Standorte Karl-Fegers-Straße und Dülkener Straße werden voraussichtlich insgesamt 942.000 € anfallen. Darin eingeschlossen sind auch die Kosten für die Umzüge. Von diesem Betrag sind 872.000 € investiv und 70.000 € konsumtiv zu veranschlagen.


Zeitliche Abläufe


Bei einer Entscheidung für einen Tausch der Standorte zwischen der Gesamtschule Stadtmitte und der Geschwister-Scholl-Realschule muss noch die Frage betrachtet werden, wie der Übergang organisiert werden kann. Ein sofortiger Tausch ist deshalb nicht möglich, weil die Geschwister-Scholl-Realschule erst in die Zweizügigkeit hineinwachsen muss. Entsprechend wird es Zwischenschritte geben müssen. Vorzugsweise sollten die beiden Jahrgänge, die in den nächsten beiden Jahren aus dem bisherigen Standort der Gesamtschule „herauswachsen“, zunächst in das Gebäude der KHS Stadtmitte ziehen, aus dem sich die im Auslaufen begriffene Hauptsschule schrittweise zurückzieht.


Aus der Sicht der Schulverwaltung könnten die Baumaßnahmen wie folgt ablaufen:

Planung 2014, Erweiterungsbau und Ertüchtigung Dülkener Str. 2014/15, Erweiterungsbau bzw. Ertüchtigung Karl-Fegers-Str. 2016/17.


Zusammenstellung der Neubaubedarfe für die Standorte Karl-Fegers-Straße und Dülkener Straße


Neubau Karl-Fegers-Straße

1 AUR 65 m²

4 Differenzierungsräume zus. 260 m²

1 NW-Raum inkl. Nebenraum 130 m²

Bibliothek / Mediothek 150 m²

Freizeitbereich 150 m²

Küche / Mensa u. Aufenthaltsbereich 300 m²

6 Lehrerstützpunkte zus. 300 m²

2 weitere Verwaltungsräume zus. 40 m²

Forum 250 m²

Gesamtnutzfläche: 1.645 m²



Neubau Dülkener Straße

1 NW-Raum inkl. Nebenraum 130 m²

1 Musikraum inkl. Nebenraum 115 m²

1 Mehrzweckraum 75 m²

Freizeit / Cafeteria / Schüleraufenthalt 100 m²

Gesamtnutzfläche: 420 m²


Das Raumprogramm für die Erweiterung ergibt sich aus einem Vergleich des Ist-Bestandes mit dem (heute nicht mehr verbindlichen) Musterraumprogramm für Schulneubauten. Die Schulverwaltung geht davon aus, dass eine gewisse Reduzierung des Bauvolumens (insbesondere am Standort Karl-Fegers-Straße) möglich sein könnte, wenn einige Funktionen ggf. in den Bestandsgebäuden geschaffen werden können. Hier müssen Umbau- und Neubaukosten ins Verhältnis gesetzt werden. Um das zu präzisieren, bedarf es einer Architektenplanung und einer Abstimmung mit der Schule.

 

 

 

 

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(Bertolt Brecht - Die Dreigroschenoper; Druckfassung 1931)