Torben Schultz

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Abgebügelt – Radweg vs. Parkplatz

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Es regt sich Unmut auf der Hohenzollern Straße über angeblich verlorene Parkplätze zwischen der Kreuzung an der Kaiser-Friedrich-Halle bis hin zum Amtsgericht. Nach den Straßenbauarbeiten verhindern jetzt Eisenbügel das Parken zwischen den erhaltenen alten Bäumen. So berichtet es zumindest der Extra Tipp in der Ausgabe vom 13.12.2009 ganz groß auf der Titelseite. Ich sehe da aber nur einen endlich freigehaltenen Radweg.

Der jetzt geschützte RadbegJahrelang haben an dieser etwa 500m Langen Strecke Autos den Fahrradweg halb zu geparkt und zwangen die Umweltfreundlichen BürgerInnen auf den Fußweg auszuweichen. Diese Gefährdung der Fußgänger hat die Verwaltung jetzt zu Recht gestoppt, egal ob sie es bewusst für die RadfahrerInnen oder einfach nur so gemacht haben. Das darf aber nur der erste Schritt sein, denn der Radweg an dieser Stelle geht allenfalls als Mountain-Bike Trainingskurs durch. Für eine ökologische Verkehrswende in dieser Stadt benötigen wir auch befahrbare Radwege, die Verwaltung muss schleunigst diesen und andere Radwege in der Stadt ausbessern!

Und so sieht es auch jetzt noch zugeparkt ausUnd vor Ort konnte auch die Sorge um fehlende Parkplätze nicht verstehen, schon nach der nächsten Kreuzung ist der Parkstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg erhalten geblieben. Und an diesem Sonntag war da reichlich viel frei. Sollte dies in der Woche nicht reichen muss über eine Umwandlung in Anwohner-Parkplätze nachgedacht werden. Und sollte es in der Woche nicht reichen, dann müssen vielleicht auch mal gut bezahlte Anwälte und Richter ihr Auto stehen lassen. Machen das genug Leute, dann wird auch sehr schnell MöBus das Potenial erkennen und weitere Busse einsetzen.

Wie heißt es doch immer: Der Markt wird es schon regeln, Angebot und Nachfrage ;-)

Das durch die jetzt weggefallen Parkplätze gleich die Taktfrequenz gesteigert wird glaube ich zwar nicht, aber ein Anfang ist gemacht. Und das war ein Bürgerfreundlicher Anfang, oder hätten sich die Falschparker lieber gewünscht, dass sie täglich ein Knöllchen wegen Parken auf dem Radweg bekommen hätten? Naja - das hätte der Stadt wenigstens Geld gebracht und nicht gekostet. Dennoch begrüße ich diesen Weg.

Die vielen freien Parkplätze paar meter weiterAuf den Bildern:
Erstes Bild zeigt den jetzt geschützten Radweg, im Vordergrund und weiter hinten sind die kleineren Schäden zu sehen. Weiter hinten wird der Radweg von etlichen Baumwurzeln erst zu einer richtigen Herausforderung. Nicht dass ich die Bäume weg haben möchte, aber ein wenig Schadensbeseitigung wäre schon wünschenswert.
Das zweite Bild zeigt eine Stelle auf dem genannten 500m Stück wo noch keine Bügel stehen. Deutlich zu sehen wie dadurch der Radweg blockiert wird.
Das dritte bild zweigt wie viel Parkplätze bei meinem Besuch vor Ort frei waren - Zufall?

 

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